Geschichte
Der Wohnturm und die Schildmauer sind um 1250 erbaut worden. 1655 wurde
die Schloßkapelle errichtet.
Als Adlige werden die Herren von Helfenberg erwähnt, Anfang des
16. Jahrhunderts waren die Herren von Wittstadt im Besitz der Burg. Als
letzte Besitzer werden die Herren von Helfenberg-Gaisberg genannt. Das
Gaisberg’sche Wappen befindet sich an dem ebenerdigen Tor an der
Ostseite.
Anlagebeschreibung
Über den Weinbergen, die sich an den Hängen des Bergrückens befinden,
erheben sich die Reste des Wohnturms und Teile der einst mächtigen Schildmauer.
Von dem Wohnturm sind nur noch die 4 Außenwände erhalten. Es handelt
sich hierbei um einen rechteckigen, quaderartigen Körper ohne Dach und leeren
Fensterhöhlen.
Die Abmessungen des Wohnturmes betragen 15,6 m X 10,85 m X 12,00 m. Die
Westseite war Teil der 3,2 m starken Schildmauer. Die einst enge Wendeltreppe
ist in die 2 m dicke Südwand integriert, der Zugang ist heutzutage
aber vermauert. Heute sind nur noch 3 der vermutlich 4 oder 5 Stockwerke
sichtbar. Der restliche Teil der östlich des Wohnturms und der Schildmauer
gelegenen Burganlage war ca. 40 m lang und 25 m breit, und vermutlich
befanden sich hier Wirtschaftsgebäude und Stallungen.
Auf der Westseite befindet sich der Burggraben, der das Areal vom restlichen
Bergrücken, der Angriffsseite, abschnitt. Südlich des Wohnturms
sind noch Reste der Schildmauer, die parallel zum Graben verlief, erhalten.
Durch die Lage und Bauausführung kann davon ausgegangen werden,
dass das Tor an der Südseite aus der Erbauerzeit stammt. |