Das Wahrzeichen des Bottwartales
liegt auf der Gemarkung Oberstenfeld. Erste urkundliche
Erwähnung war bereits 1197 und wird als Wohnsitz
von den Gründern der Stadt Großbottwar
erwähnt. Seit 1483 ist sie im Besitz der Familie
von und zu Weiler. Burghof, Turm und Kapelle sind öffentlich
zugänglich, gelegentlich auch der Palas.
Nach Absprache können auf der Burg Hochzeiten und
andere Feiern abgehalten werden. Eine Trauung in
der Kapelle ist ebenfalls möglich.
Geschichte
Nie zerstörte Höhenburg aus der Zeit um 1200. Spätromanischer
Palas, Kapelle (1220-30) mit Wandmalereien aus der Entstehungszeit und
um 1350, Gotischer Torbau. Das heutige Erscheinungsbild stammt hauptsächlich
aus dem 15. Jahrhundert, da die Familie Weiler zu diesem Zeitpunkt einen
großen Umbau vornehmen ließ.
Anlagebeschreibung
Ein ca. 30 Meter hoher, heute mit einem Dach versehenen Bergfried überragt
auf der Angriffsseite die kleine Anlage. Die Burg wird über eine
heute steinerne Brücke und einem Torvorbau, welcher von einem Torhaus
flankiert wird, betreten. Der Zugang zum Bergfried befindet sich in ca.
8 m Höhe. Durch einen Torzwinger erreicht man das Innentor der Anlage, über
dem sich die Kapelle mit schönen freigelegten Wandmalereien befindet,
bei denen die ältesten Werke aus dem 13. Jahrhundert stammen. Der
enge Burghof wird vom Palas auf der Talseite begrenzt und ist durch eine
Holzbrücke zu erreichen. Nördlich verläuft die Ringmauer
mit einem Uhrentürmchen und dem Wehrgang zu einem nordöstlich über
Eck stehenden rechteckigen niedrigen Turm.
|