Es ist wohl das älteste
Gebäude im Ort, direkt neben der Kirche. Im
Giebel des Gebäudes ist zu lesen "Geburtshaus
der Seherin von Prevorst 1801-1829".
Am Tag ihrer Verlobung hatte sie ihr erstes Gesicht,
bei der Beerdigung ihres verehrten Stiftspredigers.
Von da an lebte sie in einer anderen Welt und dieser
Zustand verschlimmerte sich zusehends. Der Oberamtsarzt
und Dichter Justinus Kerner nahm sich ihrer an.
Er hatte erkannt, dass Friederike Hauff, geb. Wanner,
keine Simulantin, sondern eine in Wahrheit „Erleuchtete“,
eine „Seherin“ war.
Friederike Hauff konnte Ereignisse vergangener Zeiten aufdecken, begegnete
verstorbenen Personen und träumte in einer auf orientalischen Einschlag
hindeutende Sprache.
Am 5. April 1829 starbt Friederike Hauff. Sie wurde auf dem Friedhof
in Löwenstein begraben. Ihre Ruhestätte, die ein goldenes Kreuz
kennzeichnet, ist gut zu finden.
Ihren Lebens- und Leidensweg hat Justinus Kerner
in seinem Buch "Die Seherin von Prevorst" beschrieben. |